„I did it my way“ – Kamingespräche

Wie Frauen Karriere und Familie meistern

 

In Deutschland leben laut statistischen Bundesamt [1] rund 81,2 Millionen Personen, davon 51% Frauen. Im Juni 2017 waren mehr als die Hälfte aller Deutschen, rund 44,16 Mio berufstätig, so viel wie nie seit der Wiedervereinigung [2].

Auch wenn die grundsätzliche Frauenerwerbsquote an diesen knapp 45 Mio Beschäftigten in den letzten Jahrzehnten stark anstieg, arbeiten immer weniger Frauen Vollzeit und und immer mehr in Teilzeit oder in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Besonders schlecht sieht immer noch der Anteil von Frauen in Führungspositionen aus: Nur rund 30% sind mit Frauen besetzt, womit Deutschland unter dem Durchschnitt der EU bleibt.

Setzen sich Frauen dann in den Chefetagen von Industrie und Dienstleistungen, im Sport, der Kultur oder an einer Hochschule in der Bundesrepublik durch, dann zumeist, weil sie auf eine eigene Familie verzichten.

Zu den Kamingesprächen der Frauen- und Familienförderung am FB 05 „I did it my way“ haben wir Frauen eingeladen, die sich in ihrer Branche durchgesetzt und sich eine Führungsposition erarbeitet und dabei nicht auf eine Familie verzichtet haben. Frauen, die keinen sogenannten familiären oder finanziellen „Background“ haben, die sich durchgebissen und hochgearbeitet haben – und die dennoch nicht auf eigene Kinder und eine Familie verzichten wollten.

Wir wollen in lockerer Atmosphäre jeweils mit einer prominenten Frau über ihre Erfahrungen als erfolgreiche, berufstätige Mutter ins Gespräch kommen und ihren persönlichen Weg zur Vereinbarkeit von Familie und Karriere exemplarisch aufzeigen. Ziel dabei ist, verallgemeinerbare Hinweise auf notwendige Faktoren, Strukturen oder auf individuelles Verhalten zu destilieren, die es begünstigen, dass sich Frauen mit Kindern besser beruflich erfolgreich etablieren können.

Die Balance zwischen Privat-, Familien- und Berufsleben ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung, mit der wir auch an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und im Rahmen unserer wissenschaftlichen Ausbildung umgehen und Antworten bzw. Unterstützung anbieten wollen und müssen. Vor diesem Hintergrund entstand das Projekt der gezielten Frauen- und Familienförderung am geisteswissenschaftlichen Fachbereich 05 – Philosophie und Philologie, der der größte Fachbereich der JGU Mainz (siehe http://www.fb05.uni-mainz.de/) und wissenschaftliche Ausbildungsstätte für rund 12.000 Studierende sowie Arbeitgeber von ca. 350 Beschäftigten ist.

[1] https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Datenreport/Downloads/Datenreport2016.pdf

[2] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsmarkt-zahl-der-erwerbstaetigen-in-deutschland-erreicht-rekordstand-a-1128220.html