Neu berufene Professuren seit WS 2017/2018

 

WiSe 2021/22: Deutsches Institut

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Jun.-Prof. Dr. Julia Catherine Sander

Julia Sander ist ab Oktober Juniorprofessorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der JGU Mainz. Nach ihrem Studium der Deutschen Philologie und der Politikwissenschaft für das Lehramt an Gymnasien promovierte sie als Stipendiatin des Fachbereichs Philosophie und Philologie der JGU und des Evangelischen Studienwerkes, e. V. Villigst in der Deutschen Philologie. 2015 legte sie in Frankfurt am Main ihr zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Von 2015 bis 2021 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Gegenwartsliteratur und ihre Didaktik, kritisches Lesen, Literatur und das Politische sowie Leseförderung im Ganztag.

 

SoSe 2021: Institut für Slavistik, Turkologie und zirkumbaltische Studien

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Prof. Dr. Petr Kucera

Petr Kucera ist seit April 2021 Professor für turkologische Literaturwissenschaft am Institut für Slavistik, Turkologie und zirkumbaltische Studien der JGU Mainz. Nach seinem Studium der Turkologie und Islamwissenschaft in Prag, Istanbul, Ankara und Princeton und seiner Promotion in Prag war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Karls-Universität in Prag sowie Gastwissenschaftler an der Universität London. Von 2016 bis 2021 war er als Juniorprofessor für Turkologie an der Universität Hamburg tätig. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich spätosmanische und frührepublikanische Kulturgeschichte, moderne türkische Literatur und Reiseberichte. Außerdem übersetzt er literarische Werke aus dem Türkischen ins Tschechische.

 

SoSe 2021: Philosophisches Seminar

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Jun.-Prof. Dr. Maike Albertzart

Maike Albertzart ist seit April 2021 Juniorprofessorin für Praktische Philosophie (mit Schwerpunkt Anwendungsfragen) am Philosophischen Seminar. Nach einem Studium der Philosophie und Neueren Deutschen Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Cambridge, promovierte sie 2010 in Cambridge mit einer Arbeit zum moralischen Partikularismus. Von 2010 bis 2012 war sie als University Lecturer an der Faculty of Philosophy in Cambridge tätig. 2012 wechselte sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Lehrstuhl für Praktische Philosophie und Didaktik der Philosophie der Humboldt Universität. Die Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre liegen in der Moralphilosophie, der politischen Philosophie sowie der Praktischen Philosophie Kants. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei zur Zeit auf Fragen der Möglichkeit von Zuschreibungen moralischer Pflichten innerhalb verschiedener kollektiver Kontexte.

 

SoSe 2021: Philosophisches Seminar

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Prof. Dr. Tim Henning

Tim Henning ist seit März 2021 Professor für Praktische Philosophie am Philosophischen Seminar der JGU Mainz. Nach einem Studium in Münster, Princeton und Köln und Promotion in Köln war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten in Jena und Gießen sowie Gastwissenschaftler an der Universität in Zürich. Er habilitierte sich 2012 in Gießen und war dann von 2013-2021 Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Philosophie und Geschichte der Philosophie an der Universität in Stuttgart. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören sowohl Grundlagenfragen (der Metaethik und Metanormativität) als auch Fragen der normativen und angewandten Ethik. Zu seinen Forschungsfragen gehören z.B. diese: Sind wir in Rettungskonflikten verpflichtet, ein faires Losverfahren entscheiden zu lassen? Gibt es eine systematische Begründung dafür, Töten und Sterbenlassen in typischen Kontexten unterschiedlich zu bewerten? Und ist es im Zweifel immer besser, eine größere statt einer kleineren Anzahl von Menschen vor einem Schaden zu bewahren? Weitere Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Medizinethik, der Ethik Kants und der analytischen Sprachphilosophie.

 

SoSe 2021: Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft

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Prof. Dr. Chris Tedjasukmana

Chris Tedjasukmana ist seit März 2021 Professor für Alltagsmedien und Digitale Kulturen am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft. Zudem ist er Ko-Leiter der Forschungsgruppe „Aufmerksamkeitsstrategien des Videoaktivismus im Social Web“, das von der VolkswagenStiftung gefördert wird, sowie Mitherausgeber von „Montage AV: Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation“. Zuvor lehrte er als Visiting Fellow und Gastprofessor in Kopenhagen, Linz, New York und Wien sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin. 2014 erhielt er den Karsten Witte-Preis. Forschungsschwerpunkte liegen in der Sozialen Medien-Forschung, Medientheorie, Filmtheorie, philosophischen Ästhetik, neueren politischen Theorie, Phänomenologie des Körpers sowie in der Gender- und Queer-Forschung.

 

SoSe 2021: Deutsches Institut

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Prof. Dr. Claudia Lauer

Claudia Lauer ist seit April 2021 W2-Professorin auf Zeit für die Deutsche Literatur älterer Epochen am Deutschen Institut. Nach ihrem Studium an den Universitäten Heidelberg, Freiburg i. Br. und Lille (Frankreich) war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, an der sie 2007 auch promoviert wurde. Es folgten Beschäftigungen als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Eberhard Karls Universität Tübingen. 2014 nahm sie den Ruf auf eine Juniorprofessur für Ältere Deutsche Literatur und Sprache (Akademieprofessur der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an, forschte im Rahmen des WIN-Kollegs der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und habilitierte sich 2017 der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach der positiven Zwischenevaluation ihrer Juniorprofessur 2018 übernahm sie zuletzt Vertretungsprofessuren an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der Goethe-Universität Frankfurt.
Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Bereichen der deutschen Literatur des Hochmittelalters, der Lyrik des Mittelalters und der Frühen Neuzeit sowie auf dem Gebiet der Historischen Semantik und in den Verbindungen von historischer Poetologie und Kulturwissenschaft.

 

SoSe 2020: Deutsches Institut

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Prof. Dr. Rita Finkbeiner

Rita Finkbeiner ist seit April 2020 W3-Professorin für Sprachwissenschaft des Deutschen am Deutschen Institut. Nach ihrem Studium in Göttingen, Groningen und Berlin und ihrer Promotion an der Universität Stockholm war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo sie sich 2016 habilitierte, und zuletzt W2-Professorin für Germanistische Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich der Grammatik-Pragmatik-Schnittstelle, der kognitiven Pragmatik sowie der Phraseologie und Konstruktionsgrammatik.

 

WiSe 2019: Gutenberg-Institut

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Prof. Dr. Philip Ajouri

Philip Ajouri ist seit dem WS 2019/20 W2-Professor für Buchwissenschaft am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien. Nach einem Studium der Germanistik (Neuere deutsche Literatur), Kunstgeschichte und Philosophie in Freiburg und München wurde er an der LMU München promoviert (2005). Er war akademischer Rat auf Zeit in München (2005-2007) und wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Schiller-Ausstellungen am Deutschen Literaturarchiv Marbach (2007), bevor er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Neuere deutsche Literatur I an der Universität Stuttgart wurde (bis 2014). Er lehrte und forschte mit einem Feodor-Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung am King’s College London (2010). Innerhalb des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) arbeitete er am Verlagsarchiv des Insel-Verlags in Marbach (2014-2018). Er habilitierte sich 2016 in Stuttgart und vertrat dort W3-Professuren (2017 und 2019).
Seine buchwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte sind Verlagsarchive, das Buch im 19. Jahrhundert und um 1900 sowie Werkausgaben kanonischer Autoren. Dabei interessieren ihn u.a. Phänomene des Populären und der Serialität.

 

SoSe 2019: Philosophisches Seminar

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Prof. Dr. Konstantin Pollok

Nach einem Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Bamberg, promovierte und habilitierte Konstantin Pollok sich an der Universität Marburg, wo er auch als wissenschaftlicher Assistent tätig war. 2007 nahm er einen Ruf an die University of South Carolina an. Dort forschte und lehrte er bis 2019. Forschungsstipendien der Humboldt-Stiftung, der Andrew Mellon Foundation sowie des American Council for Learned Societies ermöglichten ihm während dieser Zeit einen dreijährigen Aufenthalt an der Stanford University, 2006-07 am dortigen Humanities Center, 2009-10 sowie 2012-13 am Center for Advanced Studies in the Behavioral Sciences. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Philosophie der Neuzeit, insbesondere die Philosophie Immanuel Kants. Für seine frühen Arbeiten zu Kant wurde er 2004 auf Vorschlag Dieter Henrichs mit dem Internationalen Förderpreis der ZEIT-Stiftung ausgezeichnet. Konstantin Pollok ist Autor von drei Monographien, Kants “Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft”: Ein Kritischer Kommentar (Hamburg: Meiner, 2001), Begründen und Rechtfertigen: Eine Untersuchung zum Verhältnis zwischen rationalen Erfordernissen und prävalenten Handlungsgründen (Berlin: de Gruyter, 2009), sowie Kant’s Theory of Normativity: Exploring the Space of Reason (Cambridge: Cambridge University Press, 2017). Für dieses letztere Werk wurde Pollok 2018 mit dem North American Kant Society Book Prize for Senior Scholars ausgezeichnet.